Comenius-Schule

Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen
im Schulzentrum Grünau der Stadt Leipzig

Comenius-Schule

Zusammen lernen, zusammen wachsen

  • Gegenseitiger Respekt, angstfreies Lernen sowie Offenheit gegenüber Vielfalt prägen den Schulalltag und fördern ein vertrauensvolles Verhältnis zueinander.
  • Eigeninitiative, Verantwortungsgefühl und die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung sind Ziele unserer Pädagogik.
  • Ein offener Umgang mit Konflikten und die Bereitschaft zur Lösung eben jener sind für alle schulischen Akteurinnen und Akteure essentiell, genauso wie die Einhaltung der schulischen Regeln, die in der Hausordnung verankert sind.
  • Wir bereiten unsere Schülerinnen und Schüler durch abwechslungsreiche Angebote im Bereich der Berufsorientierung und Medienbildung auf die berufliche Ausbildung und ein selbstbestimmtes Leben vor.
  • In der schulischen Arbeit knüpfen wir vielfältige Kontakte zu öffentlichen Einrichtungen der Stadt Leipzig.
  • Unsere schulische Arbeit wird durch enge Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen der Stadt Leipzig ergänzt und bereichert.

Vertretungsplan

Unterrichtszeiten

Termine

Ferienzeiten

AKTUELLES

Klassenfahrt nach Terezín (Theresienstadt) in Tschechien

Am 15.06. fuhren die Klassen 8a und H9-1 mit 4 Lehrkräften, 3 Bildungsreferentinnen/-referenten und einem Busfahrer nach Terezín (Theresienstadt) in Tschechien. Mit dem Bus dauerte es etwa 3,5 Stunden, Lenkpause und Besuch einer Wechselstube inklusive. Bei der Ankunft erkannten wir den Ort wieder, mit dem wir uns schon im Unterricht beschäftigt hatten. Die Vorbereitung in Geschichte und während der Projektwoche vom 27.-30.04. war wichtig, damit wir bei den Workshops und Führungen in Terezín auf grundlegendes Wissen aufbauen konnten. Diese Bildungsfahrt wurde mitfinanziert durch folgende Stellen:

        

Vorbereitungswoche

Die Jugendlichen konnten in der Vorbereitungswoche ihre Erwartungen an die Bildungsfahrt äußern. Das Foto zeigt, welche Erwartungen wie oft genannt wurden. Ganz rechts wurde am häufigsten, ganz links seltener genannt.

Ankunft

Beim Hineinfahren in die Kleinstadt entdeckten wir zuerst die Festungsmauern, die hier bereits seit 1780 stehen.

Festungsmauern

Das Bild zeigt die alten Mauern der äußeren Festung in Terezín. Eine Herde Schafe weidet auf der Wiese. An die ehemals militärische Nutzung ab 1780 erinnern zum Beispiel die Schießscharten in den Wänden.

Unterkunft

Wie bezogen danach unsere Unterkunft und hatten den großen Vorteil, ohne weitere Schulklassen untergebracht worden zu sein. Abends verbrachten wir unsere Freizeit auch mit Uno, Schach und Werwolf. Dank der Bettruhe um 22:00 und dem späten Aufstehen bekamen alle genügend Schlaf. Die großen Zimmer ermöglichten freie Bettenwahl und viel Freiraum. Die Vollverpflegung morgens, mittags und abends durften wir erst in der Magdeburger Kaserne, dann im Memory Hotel genießen. Am Donnerstag sorgten zwei Prager Restaurants für unser leibliches Wohl. Snacks und Getränke gab es in zwei kleinen Supermärkten im Ort. Ein moderner Spielplatz nahe der Magdeburger Kaserne war eine willkommene Abwechslung zu den teils emotional herausfordernden Workshops zur NS-Zeit.

Unterkunft

In dieser Jugendherberge übernachteten wir während der Klassenfahrt.

Terezín

Der tägliche Fußweg zur Magdeburger Kaserne führte uns über den zentralen Platz. Die Fassaden der Häuser zeugen noch heute von der Propagandaaktion der Nazis anlässlich des Besuchs des Roten Kreuz im Ghetto Theresienstadt im Jahr 1944. Die Nazis wollten den Besuchern vom Roten Kreuz zeigen, dass es den Menschen im Ghetto gut ginge. Das war eine Lüge.

Zentraler Platz

Das ist der zentrale Platz von Terezín.

Unterricht

Inhaltlich beschäftigen wir uns die Woche mit der Geschichte Theresienstadts, mit der Entrechtung, Verfolgung und Deportation jüdischer Menschen ab 1933, mit dem Alltag jüdischer Menschen vor 1933, mit dem Ghetto Theresienstadt und den Lebensbedingungen vor Ort, der kleinen Festung neben dem Ghetto, mit Kunst und Kultur jüdischer Menschen im Ghetto. Wir besuchten das Ghetto-Museum, die Ausstellung in der Magdeburger Kaserne, die damalige Betstube, das Anschlussgleis, die Zeremonienräume, die zentrale Leichenhalle, das Kolumbarium, den jüdischen Friedhof mit Krematorium, die kleine Festung und das Denkmal an der Eger.

Workshop

Im Workshop wurde der Alltag von Menschen jüdischen Glaubens vor 1933 und während der nationalsozialistischen Diktatur besprochen.

Wachstube in Kleiner Festung

Hier sieht man die Wachstube im Gestapo-Gefängnis (Kleine Festung) des Ghettos Theresienstadt.

Erschießungsplatz

Das Kreuz auf dem Boden ist kein religiöses Symbol, sondern ein Schießstand. Regelmäßig wurden Gefangene des Gestapo-Gefängnis hier erschossen.

Nationalfriedhof

Der Nationalfriedhof wurde erst nach 1945 errichtet. Hier liegen die Überreste tausender Menschen.

Nachbau einer Massenunterkunft im Ghetto

Hier sieht man den Nachbau einer Massenunterkunft im Ghetto Terezín. 60 Menschen mussten hier in Mehrstockbetten schlafen. Bettwanzen, Kälte, Hitze, Krankheiten, Hunger, fehlende medizinische Versorgung und die Willkürherrschaft der Nazis machten den meist jüdischen Menschen das Leben zur Hölle.

Massenzelle in Kleiner Festung

Hier sieht man eine Massenzelle im Gestapo-Gefängnis (Kleine Festung). Auch hier mussten die Menschen unter unwürdigsten Bedingungen leben.

Mahnmal für ermordete Jüdinnen und Juden

Ein Mahnmal im Kolumbarium der Großen Festung vereint Erde aus 6 Vernichtungs-/Konzentrationslagern. Im Holocaust starben europaweit etwa 6 Millionen Jüdinnen und Juden. Die meisten wurden in Vernichtungslagern ermordet, aber es fanden auch Massenerschießungen statt.

Krematorium und jüdischer Friedhof im Ghetto

Hier ist das Krematorium auf dem Gelände des jüdischen Friedhofs innerhalb der Großen Festung zu sehen.

Denkmal im Ghettomuseum für deportierte (verschleppte) Jüdinnen und Juden

Im Ghettomuseum auf dem Gelände des Ghettos sind Koffer zu einem Mahnmal zusammengebaut. Mit wenig Gepäck wurden Jüdinnen und Juden von den Nazis deportiert. Sie ließen den Großteil ihres Besitz zurück, um eine ungewisse Zukunft im Durchgangslager Terezín anzutreten. Die Wand ist mit Deportationslisten tapeziert - ein Bruchteil der ermordeten Menschen.

Eingang Gestapo-Gefängnis (Kleine Festung)

Hier ist der Eingang zur Kleinen Festung zu sehen. Obwohl das Ghetto Theresienstadt nicht als Konzentrationslager geplant war, fand der Lagerleiter Gefallen am KZ-Spruch

Besuch in Prag

Am Donnerstag fuhren wir nach Prag und bekamen vor Ort eine Führung durch das jüdische Viertel. Dabei besuchten wir die Meisel-Synagoge, die Altneussynagoge und den jüdischen Friedhof. Wir erfuhren, wie ein jüdischer Gottesdienst abläuft, wie eine Synagoge von innen aussieht und viele spannende Fakten rund um das Judentum. Dann gingen wir als Gruppe durch Prag und ertrugen gemeinsam die frühsommerliche Hitze. Mittag und Abendbrot gab es in zwei Restaurants. Vor dem Abendbrot hatten die Klassen noch kurz Zeit, Prag in Kleingruppen zu erkunden.

Synagoge in Prag

Synagoge in Prag.

Synagoge in Prag

Synagoge in Prag

Museums-Synagoge in Prag

Museum-Synagoge

jüdischer Friedhof in Prag

Jüdischer Friedhof in Prag

Gedenken an der Eger

Am Freitag gedachten wir nach einer Abschlussreflexion den 22.000 Opfern des Ghetto Theresienstadt, deren Asche 1944 in den Fluss Eger geschüttet wurden, um Spuren zu verwischen und ‚Platz‘ zu schaffen für weitere Asche. Diese 22.000 Menschen erhielten somit kein Grab und damit keinen Ort der Trauer für ihre Hinterbliebenen. Dazu trugen die Jugendlichen Gedichte und Texte vor, es folgte eine Schweigeminute. Wir legten Blumen nieder und entzündeten eine mitgebrachte Kerze.

Gedenkzeremonie

Gedenkfeier am Denkmal an der Eger